18.11.2011

Stiftungsgründung Gemeinde Ratekau

Von Bürgern für Bürger: Nach Gründungen in Bad Schwartau, Eutin und Neustadt haben nun auch in Ratekau engagierte Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit der Gemeinde eine Bürgerstiftung ins Leben gerufen. Mehr als 50 Interessierte waren am 18. November 2011 bei der Gründung der Bürgerstiftung Gemeinde Ratekau im Rathaus der Gemeinde dabei. Doch nicht nur das: Viele der anwesenden Ratekauer waren spontan bereit, für die Stiftung zu spenden: So flossen bereits am Gründungstag mehr als 3.300 Euro in das Stiftungsvermögen der neuen Bürgerstiftung.

Bei der Wahl des Stiftungsvorstandes und des –beirats waren sich die Beteiligten schnell einig: Harald Gerhardt, Dieter Dammast, Hannelore Paschke, Klaus Rutz, Dirk Rhodgeß, Thomas Keller, Sandra Polzin und Kurt Fischer bilden den Stiftungsbeirat. Im Vorstand engagieren sich Rüdiger Stooß, Renate Harders, Peter Brückel, Inge Niemann und Hans-Joachim Bartholomé.

„Es ist eine Stiftung von Bürgern für Bürger und nicht von der Gemeinde“, betont Bürgermeister Thomas Keller. Es sollen auch keine Aufgaben der Gemeinde verlagert, sondern die Möglichkeit geschaffen werden, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Als gemeinnützige Einrichtung soll die Stiftung aus den Stiftungserlösen zunächst Projekte unter anderem in den Bereichen Jugend- und Altenhilfe, Bildung und Erziehung sowie Heimatpflege und Heimatkunde fördern. „Die Bürgerstiftung soll keinesfalls das Engagement von Vereinen oder Verbänden ersetzten oder gar verdrängen. Im Gegenteil: Sie stellt eine Ergänzung dazu dar“, fügt Bürgermeister Thomas Keller hinzu.

Das Wesen der neuen Stiftung ist das jeder anderen Stiftung: Das Stiftungsvermögen wird nicht direkt ausgeschüttet, sondern nur die Erlöse daraus. Es gilt also: Je höher das Stiftungsvermögen, desto höher auch die Erlöse. Dabei hilft jeder gespendete Euro, aber auch Zeit, die zur Verfügung gestellt wird. „Lesepatenschaften sind ein geläufiges Beispiel“, sagt Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Bürgerstiftung Ostholstein, unter deren Dach die Ratekauer Bürgerstiftung angesiedelt ist. Das hat den Vorteil, dass alle administrativen und bürokratischen Tätigkeiten von der Dachorganisation kostenlos übernommen werden. „Allein das Steuer- und Stiftungsrecht würde manche Bürgerstiftung überfordern“, weiß er aus Erfahrung.